Rundreise Yucatán

Nachdem wir schon den Norden, den Westen und das Zentrum Mexikos erkundet hatten, machten wir uns dieses Mal auf den Weg in den Süden in die wohl bekannteste Region Mexikos: Yucatán.

Die Halbinsel Yucantán befindet sich an der südlichsten Spitze Mexikos und beherbergt 3 Bundesstaaten: Quintana Roo, Campeche und Yucatán. Dass die Halbinsel den gleichen Namen wie ein Bundesstaat trägt, ist zugegebenermaßen etwas verwirrend. Der bekannte Urlaubsort Cancún liegt übrigens zwar auf der Halbinsel Yucatán, aber in dem Bundesstaat Quintana Roo. Wer also sagt, er war in Yucatán in Cancún, hat faktisch gelogen. Wenn dann kann man sagen, man war auf Yucatán in Cancún. Aber genug der Haarspalterei und Klugscheißerei 😀

Um möglichst viel von dieser geschichtsträchtigen und aufregenden Region zu sehen, entschieden wir uns auch dieses Mal für eine Rundreise. Neben den obligatorischen Maya-Pyramiden wollten wir uns auch einige Naturphänomen wie z.B. die Cenoten oder die rosafarbene Lagune nicht entgehen lassen. Insgesamt waren wir 3 Wochen unterwegs, wobei die letzte Woche eher der Entspannung diente und es nur wenige Ausflüge gab.

Als Start- und Endpunkt nahmen wir Cancún, weil es von San Luis Potosí aus einen zweistündigen Direktflug dorthin gibt. Dort mieteten wir uns ein Auto, um die folgenden Wochen flexibel zu sein. Die Touristenhochburg Cancún schauten wir uns jedoch nicht an.

Unsere Reise im Überblick:

  • 2 Nächte in Holbox (ca. 2 h Autofahrt + 30 min Fähre)
  • 2 Nächte in Valladolid (ca. 2 h Autofahrt)
  • 2 Nächte in Río Lagartos (ca. 2 h Autofahrt)
  • 3 Nächte in Merída (ca. 3 h Autofahrt über Izamal)
  • 2 Nächte in Campeche (ca. 2h15 Autofahrt)
  • 2 Nächte in Bacalar (ca. 5h30 Autofahrt)
  • 8 Nächte in Puerto Aventuras (ca. 3 h Autofahrt)
Reiseroute auf der Halbinsel Yucatán inkls. besichtigter Mayastätten.
Schwarze Pyramiden waren geöffnet, rote geschlossen.

Von den Städten aus machten wir noch diverse Tagesausflüge zu kleineren Dörfern, Maya-Pyramiden und Naturschutzgebieten. In den 3 Wochen fuhren wir knapp 3000 km, verbrachten viele Stunden im Auto und ärgerten uns so manches Mal über die Coronapandemie und das Wetter. Denn eigentlich ist die beste Yucatán-Zeit von Dezember bis April, weil es dort trocken, aber noch nicht zu heiß ist. In den Sommermonaten ist es dort unerträglich heiß und von September bis November herrscht dort die Regen- und Hurrikansaison. Leider hatte uns Covid-19 gezwungen, unsere eigentlich für April diesen Jahres geplante Reise auf November zu verschieben, was ich jedoch niemandem als planmäßige Urlaubsreise raten würde. Bei einer Rundreise sollte man ebenfalls beachten, dass in Quintana Roo eine andere Zeitzone herrscht als in den anderen beiden Bundesstaaten.

Fazit: So gut uns Yucatán vielerorts gefallen hat, so sehr unterscheidet es sich vom Rest Mexikos. Im Prinzip kann man fast sagen, dass jemand, der nur auf Yucatán war, nicht das wahre Mexiko kennengelernt hat. Denn nicht nur die Regionen sind deutlich touristischer und teilweise sehr amerikanisch angehaucht, sondern auch die Mexikaner sind forscher. Zwar immer noch freundlich, aber irgendwie direkter und nicht mehr ganz so herzlich wie wir es sonst kennen.

Tipp zum Lesen: Scrollt ganz nach unten. Holbox war der Anfang und Akumal das Ende unserer Reise.

4 Kommentare zu „Rundreise Yucatán

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