Rundreise Neuengland

Unser Sommerurlaub 2025 führte uns entlang der Ostküste nach Neuengland bis zum Acadia Nationalpark. In 2,5 Wochen durchquerten wir 13 Bundesstaaten und legten 5310 Kilometer zurück. Nun haben wir fast alle US-Bundesstaaten besucht und uns fehlen vorrangig nur noch solch entlegene wie Hawaii (wobei ich da schon mal als Kind war) oder Alaska. Aber ob wir dort noch in den nächsten Urlauben hinkommen, bleibt abzuwarten.

Im Nachfolgenden gibt es eine grobe Übersicht unserer täglichen Stationen. Die ersten Tage ging es vor allem darum, vorwärts zu kommen, da unser eigentliches Ziel Neuengland war und wir sowohl Washington als auch New York bereits in der Vergangenheit mehrtägige Besuche abgestattet hatten. Dass New York noch einen extra Tag bekommen hat, lag nur am 11. Geburtstag unserer Kleinen, die sich das gewünscht hatte: Einmal Geburtstag in New York feiern…

Wie im Jahr zuvor war meine Mama mit dabei – wenn auch nur die ersten paar Tage -, die Hunde – die sich nach den ersten endlosen Städtetrips vermutlich nach einer gemütlichen Hundepension sehnten – und meine Gürtelrose*, die gar nicht daran dachte, sich zu verkrümeln und den Urlaub zu verpassen. Wer dafür fehlte und nur traurig von der Ferne unseren täglichen Berichten lauschte, war der Große. Stattdessen durfte er seinen ersten Heidelberger Sommer genießen und sich durch Praktika und Klausuren quälen.

Tag 1: Fahrt Greenville – Baltimore
(9,5 h, 830 km)
– Fahrt nach Washington D.C. (8,5 h)
– The Mall (Washington D.C.)
– Fahrt nach Baltimore (1 h)
– Hotel: Embassy Suites (1 Nacht)

Tag 2: Fahrt Baltimore – Philadelphia
(2 h, 154 km)
– Fort McHenry (Baltimore)
– Fells Point Viertel (Baltimore)
– Liberty Bell (Philadelphia)

Independence Hall (Philadelphia)
– Hotel: Home2Suites (1 Nacht)

Tag 3: Fahrt Philadelphia – New York
(2 h, 155 km)
– City Hall (Philadelphia)
Parade 4. Juli (Philadelphia)
– Feuerwerk 4. Juli Brooklyn Bridge (NY)
– Hotel: Sheraton (2 Nächte)

Tag 4: New York
– Brooklyn
– Times Square
– Broadway Musical „The Lion King“

Tag 5: Fahrt New York – Newport
(5 h, 325 km)
– Point Judith Lighthouse
Strand Narragansett
– Villentour Newport
– Downtown Newport
– Hotel: Homewood Suites (2 Nächte)

Tag 6: Cape Cod
– Provincetown (eine Tour ca. 2 h, 200 km)
– Sandwich

Tag 7: Fahrt Newport – Boston
(2 h, 113 km)
– New Bedfort (Walmuseum)
– Plymouth (Mayflower, Pilgrim Memorial State Park, Plimoth Patuxet Museums)
– Chinatown Boston
– Hotel: Hilton (2 Nächte)

Tag 8: Boston
– Freedom Trail
– North End Viertel
– Beacon Hill Viertel

Tag 9: Fahrt Boston – Portland
(1 h, 64 km)
– Portland Downtown
– opt.: Cape Ann
– opt.: Hampton Beach (Hunde ganzjährig erlaubt!)
– Hotel: Residence Inn

Tag 10: Fahrt Portland – Acadia National Park
(3 h, 270 km )
– Park Loop Road
– Bar Harbor
– Hotel: Best Western Acadia Park Inn (3 Nächte)

Tag 11: Acadia National Park
– Wanderung Echo Lake – Long Pond
– Bass Harbor
– Bernard

Bar Harbor

Tag 12: Acadia National Park
– Cadillac Mountain
– Wanderung Witch Hole Pond
– opt. Jordan Pond
– Bar Habor
– opt. Ausflug zu Fuß zur Bar Island (bei Ebbe)

Tag 13: Fahrt Acadia National Park – Gorham
(4,5 h, 320 km)
– Augusta Downtown
– Hotel: Glen House (1 Nacht)

Tag 14: Fahrt Gorham – Lebanon
(2,25 h, 200 km)
– Mount Washington Wanderung
– opt. Lebanon Downtown
– Residence Inn (1 Nacht)

Tag 15: Fahrt Lebanon – Scranton
(5 h, 550 km)
– Outlet Center Lee
– opt. Franklin Roosevelt Mansion
– Hotel: Home2Suites (1 Nacht)

Tag 16: Scranton – Pittsburgh
(5 h, 450 km)
– Steamtown National Historic Site (Scranton)
– opt.: Scranton Downtown
– opt.: Botanic Garden (Pittsburgh)
– Hotel: Embassy Suites (1 Nacht)

Tag 17: Pittsburgh – Clarksburg
(2 h, 170 km)
– Senator John Heinz History Center
– Strip District
– Hotel: TownePlace Suites (1 Nacht)

Tag 18: Clarksburg – Greenville
(7 h, 700 km)

Hier findet ihr eine Kostenübersicht für 18 Tage für 4- 5 Leute, da meine Mama uns anfangs begleitete. Essen war wie immer eine Mischung aus Selbstverpflegung und Restaurant, wobei wir dieses Mal überdurchschnittlich viel in Restaurants gegangen sind. Übernachtet haben wir vorrangig in Hotels, wobei von den 17 Nächten 7 Nächte kostenlos (auf Punkte) und 11 Nächte mit Frühstück waren. Bei den Eintritten haben die Musicalkarten am Broadway den Großteil der Kosten ausgemacht.

Die Gesamtkosten betrugen 9.139,09 $ für 5 Leute (3 Erwachsene, 2 Kinder (fast 14 und 11)), wobei wir ab Tag 6 nur noch 4 Leute waren.

Die einzelnen Kosten pro Kategorie findet ihr in der folgenden Tabelle.

KategorieDurchschnitt pro TagGesamt (18 Tage)
Hotel258,67 $4.397,36 $ (10 Nächte, 7 Nächte kostenlos)
Supermarkt / Restaurant138,20 $2.487,59 $
Tanken27,67 $498,10 $
Parken21,62 $389,15 $
Maut1,88 $33,75 $
Eintritt + Musicaltickets!71,24 $1.282,24 $
Mitbringsel1,22 $21,90 $
Transport (U-Bahn)1,61 $29 $
Gesamt522,11 $9.139,09 $

So eine Reise mit vielen Personen ist natürlich immer teuer, doch es gibt einige Möglichkeiten, die Kosten etwas zu reduzieren.

  • National Park Pass (NP Pass):
    US residents: Wer mehr als zwei Nationalparks besucht, sollte sich den NP Pass für 80 $ zulegen.
    Internationale Touristen: Wer mehr als zwei der Top-11-Nationalparks besucht, kommt mit dem 250 $ NP Pass (internationale Touristen) besser weg. Der durchschnittliche Eintrittspreis liegt zwar nur bei ca. 30 $, aber es wird eine zusätzliche Gebühr von 100 $ / Person für internationale Touristen.
    Der Pass ist in der gesamten USA für ein Kalenderjahr gültig und kann online oder bei einigen Kassenhäuschen der Nationalparks erworben werden.
  • Schlafsack:
    5 Personen ist für Hotelzimmer eine ungünstige Größe, da es in einem Zimmer oft nur zwei Doppelbetten gibt. Anders als in Deutschland erlauben in den USA einige Hotels, dass man gegen einen geringen Aufpreis von ca. 10 $ einen Schlafsack plus Klappbett / Isomatte für die fünfte Person mitbringt. Wir haben dieses Angebot auf unseren Rundreisen schon mehrmals genutzt, hatten allerdings nur einen Schlafsack dabei. Als Matratzenersatz lassen wir uns an der Rezeption noch eine zusätzliche, flauschige Decke geben, die für die Kleine vollkommen ausreicht. Gerade für Kinder ist das außerdem ein kleines Abenteuer, wenn sie auf dem Boden campen dürfen.
  • Punkte bei Hotelketten:
    Bei einigen Hotelketten bekommt man auf seinem Account mit jedem Aufenthalt Punkte gutgeschrieben, mit denen man weitere Übernachtungen günstiger oder kostenfrei buchen kann. Da man bei der Hilton Hotelkette mit der Amex Hilton Karte noch zusätzliche Hiltonpunkte bekommt, die Gebühren für Hunde nicht so hoch sind wie bei manch anderen Hotels und es oft Zimmer mit 2 Doppelbetten und Schlafsofa gibt, buchen wir mittlerweile oft bei dieser Hotelkette, wie z.B. Home2Suites, HomewoodSuites, Embassy Suites, Hampton Inn usw. Dadurch haben wir in diesem Urlaub 7 Nächte umsonst bekommen und schon genug Punkte für weitere kostenfreie Nächte im nächsten Urlaub gesammelt. Es lohnt sich also definitiv, da ein bisschen zu schauen.
  • Campen:
    Deutlich günstiger als Hotels sind die Campingplätze in den Nationalparks. Da ich immer Angst habe von z.B. Bären überrascht zu werden, kam für mich zelten nicht infrage. Wem das nichts ausmacht, kann hier kräftig sparen: Campingplätze kosten oft nur 20-30 $, während man für Übernachtungen in Hotels Hunderte $ zahlt. Deswegen sind die Plätze auch heiß begehrt, weswegen gilt:
  • Frühzeitig buchen:
    Gerade in den Top-11-Nationalparks wie Bryce Canyon und Rocky Mountains sind die Campingplätze und Lodges früh ausgebucht. Wer spät bucht, bezahlt entweder mehr oder muss außerhalb schlafen, was es nicht unbedingt billiger macht. Rechtzeitig buchen lohnt sich!
  • Kühlbox:
    Wer nicht für jede Mahlzeit ins Restaurant oder einkaufen gehen möchte, sollte sich eine Kühlbox zulegen. Diese gibt es z.B. im Walmart oder Publix für ca. 20 $. Dadurch können auch größere Abpackungen gekauft werden, da sie sich in der Kühlbox länger halten, was wiederum Geld spart. Neben einigen Getränken hatten wir z.B. immer Butter, Frischkäse, Brotbelag, große Salatboxen, Wraps, Obst usw. dabei.

Von den Großstädten hat uns Boston am Besten gefallen, zumal es quasi eine Kombination aus vielen Orten der Ostküste ist: Moderne New Yorker Wolkenkratzer kombiniert mit alten Gebäuden Philadelphias, der Geschichte Washingtons und der Sauberkeit von Baltimore.

Landschaftlich waren sowohl der Mount Washington als auch der Acadia Nationalpark imposant, wenn auch sehr unterschiedlich. Im Vergleich zu vielen anderen Nationalparks ist der Acadia nicht so überlaufen und aufgrund seiner nördlichen Lage ist es im Sommer zwar warm, aber nicht zu heiß. Perfekt für lange Wanderungen. Der Mount Washington ist landschaftlich eine Mischung aus den schottischen Highlands und den skandinavischen Fjells. Dort ist Wandern gehen ein kleines Abenteuer und wäre es nicht so weit weg, würden wir dort gerne nochmal eine Woche Urlaub machen!


*Zu dem damaligen Zeitpunkt dachte ich noch, dass es sich um Gürtelrose handeln würde. Erst Monate später stellte sich heraus, dass ich einen Bandscheibenriss hatte.


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